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05.08.2012
Was ist das AmbrossGut?
Die wichtigsten Informationen zum Objekt, zum Projekt und zu den Menschen,...
Seit dem Jahr 2005 hat sich in Schönbrunn auf dem alten "Ambroßhof" viel getan. Mit Hilfe einer Europäischen Förderung im Rahmen des Interreg IIIA - Projektes wurden die wesentlichsten Arbeiten zur Sicherung der Bausubstanz des Vierseithofes und zum Ausbau des Haupthauses abgeschlossen. 2009 wurde ein weiteres Projekt in Angriff genommen um das eigentliche Ziel des Vorhabens zu erreichen.

Was sind die Inhalte des neuen Projektes?

Der Förderverein AmbrossGut Schönbrunn e.V. arbeitet von Anfang an beim Aufbau des internationalen Begegnungszentrums AmbrossGut mit einem tschechischen Partner, dem Museum für Volksarchitektur in Zubrnice, zusammen. Die beschreibende Bezeichnung des neuen gemeinsamen Projektes heißt: "Sächsisch-tschechische Belebung des ländlichen Kulturerbes in Schönbrunn und Zubrnice".
Dahinter verbirgt sich der weitere Ausbau der beiden Standorte sowie die Organisation einer langfristigen gemeinsamen Zusammenarbeit.

Auf dem AmbrossGut werden daher die beiden großen Scheunen ausgebaut. Sie beherbergen in Zukunft das Landwirtschaftsmuseum des Mittleren Erzgebirges. In unmittelbarer Nachbarschaft zu unserem Saal wird im Haupthaus ein Sonderausstellungsraum des Museums eingerichtet. Dazu gehört auch die Ausgestaltung der Außenbereiche. Bei unserem tschechischen Partner in Zubrnice wird ein historisches Gebäude wiedererrichtet und zum Begegnungs- und Bildungszentrum ausgebaut. Gemeinsam werden wir, geleitet von Schönbrunner Seite, eine umfassende Öffentlichkeitskommunikation einrichten, die die Bevölkerung der beiden Standorte einbeziehen und die Objekte international bekanntmachen soll.

Wer ist der tschechische Partner im Projekt und womit befasst er sich?

Unser tschechischer Partner ist das Museum für Volksarchitektur in Zubrnice (nahe Usti nad Labem). In Zubrnice werden unter Leitung von Herrn Dr. Ledvinka seit vielen Jahren historische Häuser aus ganz Böhmen in die Siedlungsstruktur des Ortes integriert und museal ausgestattet. Auf besondere Weise wird so regionale Geschichte auf eindrucksvolle Weise schon jetzt unmittelbar erlebbar. Mit dem Projekt eines Bildungs- und Begegnungshauses sollen die Möglichkeiten der lebensnahen Vermittlung von Traditionen an künftige Generationen entschieden verbessert werden. Schon jetzt gibt es eine intensive praktische Zusammenarbeit. So nahmen wiederholt Kollegen aus Schönbrunn an praktischen Kursen zur Lehmbauweise in Zubrnice teil, und sammelten so wichtige Erfahrungen für ihre Arbeit in der kommenden Ausbaustufe der Scheunen des AmbrossGutes.
Was wird auf dem AmbrossGut neu gebaut?

"Neubau" ist eigentlich nicht korrekt. Genaugenommen bedürfen die Gebäude einer gründlichen Sanierung, um sie auf ihre künftige Nutzung vorzubereiten. Im Teilprojekt "Bau" sind deshalb enthalten:

- Die Komplettsanierung der Scheunen 1 und 2 mit Dach, Außenwände und Innenausbau. Später sollen diese Scheunen den Hauptteil des Museums aufnehmen.
- Die Gestaltung des Sonderausstellungsraumes im Wohn-Stall-Haus.
- Die Fertigstellung der Trockenscheune mit Dachsanierung, Innenausbau und Einbau der Räume für die AmbrossGut-Info.
- In den Außenanlagen: Entwässerung des Hofes und der Scheunen.
Womit darf man im künftigen Museum rechnen?

[Beitrag in Bearbeitung]
Im Rahmen des Förderprogramms ZIEL 3 / CIL 3 soll im AmbrossGut Schönbrunn das Landwirtschaftsmuseum des Erzgebirges entstehen.

Ausgangssituation:
Im Jahr 2004 wurde das Deutsche Landwirtschaftsmuseum in Markkleeberg aufgelöst. Sammlungsteile wie Modelle und Traktoren u. a. kamen in das Landwirtschaftsmuseum Blankenhain.
Etwa 40 % des ehemaligen Fundus in Markkleeberg wurden vom damaligen Eigentümer, Freistaat Sachsen, Ministerium für Umwelt und Landwirtschaft, an unseren Verein übertragen mit der Maßgabe, ein Landwirtschaftsmuseum des Erzgebirges (Bewahrung, Erhaltung und öffentliche museale Nutzung) zu gründen. Dieser Fundus besteht vorwiegend aus Sachzeugen der Gebiete – Getreide, Kartoffeln, Grünlandwirtschaft, Flachs und ländliches Handwerk wie Schmiede, Stellmacherei, Sattlerei, Schuhmacherei -.

2005 erwarb der Förderverein den denkmalgeschützten Vierseithof in Schönbrunn mittels eines Erbbaupachtvertrages von der Bauernland AG zwecks Ausbaus für die Errichtung des Landwirtschaftsmuseums mit internationaler Begegnungsstätte und ländlicher Erwachsenenbildung. In der ersten Ausbaustufe konnten wir mit Hilfe einer Förderung über das Programm Interreg IIIA den größten Teil des Wohn-Stall-Gebäudes fertig stellen.
Vorgesehen ist im Rahmen einer Förderung über das Programm Ziel3/Cil3 in Partnerschaft mit dem Freilichtmuseum in Zubrnice:
Ausbau 2 Hofscheunen für die museale Nutzung die Exponatbeschreibung erfolgt in deutscher und tschechischer Sprache der Ausbau, vor allem Lehmbauteile werden aktiv vom Partner unterstützt Aufbau von Bauerngärten, Kräuter- und Gewürzgarten, Arzneipflanzengarten, Streuobstwiese, Bergwiese und Nutzflächen für Anbau von historischen Feldfrüchten sind Bestandteil in beiden Museen. Diese Gärten und Anlagen entstehen in direkter praktischer Zusammenarbeit mit unserem Partner. Auch hier wird die Beschilderung der Pflanzen in deutsch-tschechisch und lateinisch erfolgen. Gemeinsam mit unserem Partner sind thematische Veranstaltungen in den Scheunen und den Außenanlagen in Schönbrunn und Zubrnice geplant wie:
. Kartoffeln legen, ernten von Hand oder mit historischen Geräten
. Flachsbearbeitung
. Flegeldrusch auf der Tenne
. Drusch mit Pferdegöpel
. Schauvorführungen ländliches Handwerk

Gemeinsame Ausstellungen in Schönbrunn und Zubrnice mit den Themen
. jeweiliges ländliches Leben
. ländliches Handwerk
. ländliche Bauweise
. Volkskunst der jeweiligen Region
turnusmäßige Workshops mit Simultanübersetzung in Schönbrunn und Zubrnice zu Themen:
. ländliche Bauweise
. Ökologie
. erneuerbare Energien
. zur heimischen Pflanzen- und Tierwelt


Mit unserem tschechischen Partner, dem Freilichtmuseum in Zubrnice, werden historische Gemeinsamkeiten und Analogien der Landwirtschaft, der ländlichen Bauweise und des ländlichen Handwerks museal dargestellt. Von beiden Partnern werden die Erfahrungen vieler Jahre als Museumsdirektoren von Landwirtschaftsmuseen und auch auf dem Gebiet der Denkmalpflege eingebracht.

Das als Bestandteil der internationalen Begegnungsstätte „AmbrossGut Schönbrunn“ geplante landwirtschaftliche Museum soll neben seiner Funktion als museale kulturelle Einrichtung für die Besucher in besonderem Maße auch der Zusammenarbeit und gegenseitigen Bildung , also dem geistigen Austausch mit dem tschechischen Partner dienen. Es soll in verschiedenen Gebäuden und Räumen des ehemaligen Bauernhofes installiert werden.
Bei der Auflösung der Sammlungsbestände der ehemaligen „agra“ Markkleeberg - das war die jährlich stattfindende DDR-Landwirtschaftsausstellung , die über einen sehr vielfältigen und umfangreichen festen Sammlungsbestand von Sachzeugen zur Geschichte der Landwirtschaft verfügte, wurden durch die Sächsische Landesstelle für Museumswesen, die mit der Auflösung dieser Bestände betraut war, vorausschauend Bestände für ein geplantes landwirtschaftliches Museum im Erzgebirge ausgewählt und dem Förderverein „AmbrossGut Schönbrunn“ übergeben. Damit sind der erforderliche historische Wert und die Authentizität der für das Museum in Schönbrunn vorgesehen Sachzeugen hinreichend gewährleistet. Es soll eine Gegenüberstellung böhmischer und sächsischer Sachzeugen erreicht werden.
Die Dauerausstellungen werden den Charakter deutsch-tschechischer Zusammenarbeit tragen. Die Texte werden in deutsch und tschechisch erarbeitet. In jedem Ausstellungsbereich wird auf das Freilichtmuseum in Zubrnice und deren Ausstellung hingewiesen.

Die Darstellung folgender Themen ist geplant:
Scheune 1:
Pferdestall nach historischem Vorbild
Schmiede nach historischem Vorbild
Stellmacherei nach historischem Vorbild
Sattlerei, Schuhmacherei nach historischem Vorbild
Getreideanbau und -ernte;
Vorratswirtschaft
und ein museumspädagogisches Kabinett.

Scheune 2:
Grünlandwirtschaft; sowie
Kartoffelanbau und –ernte;

Scheune 4:
Flachsanbau , -ernte und –verarbeitung;
Tabakanbau , -ernte und –verarbeitung;
Lapidarium

Sonderausstellungsraum im Haupthaus:
hier werden regelmäßig Deutsch-Tschechische Sonderausstellungen organisiert

Hinsichtlich der Gestaltung dieser Themenbereiche kommen zwei Methoden musealer Präsentation zur Anwendung:
1. didaktisch aufbereitete Ausstellung (Behandlung des Themas mit Sachzeugen, Texten (dt/tsch), Grafiken usw.
2. Inszenierungen, hauptsächlich für die Darstellung der dörflichen böhmischen und sächsischen Handwerksbereiche)

Auf ein Museum bezogen bedeutet eine Inszenierung das Nachstellen historischer Räume mit originalen Sachzeugen und einem kurzen Einführungstext.

Die fachliche Betreuung des Museums-Projektes übernimmt Hans-Jürgen Donner, Dipl. Historiker, ein langjährig in der Museumspraxis (als Museumsdirektor) sowie in der fachlichen Anleitung von Museen Dr. Joachim Voigtmann, der 23 Jahre Direktor entsprechender Fachstellen tätig war. Die Gestaltung der Ausstellungen erfolgt durch den jahrzehntelang als Designer für Museen tätigen Gestalter, Roland Lorenz.
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